Wanderung auf den Gran Cratere
Beginnend am Hafen führt der knapp einstündige Weg über spärlich bewachsene
Aschehänge zum Kraterrand. Ein Rundweg auf dem Kraterrand (höchster Punkt 391
m) liefert grandiose Ausblicke zum 200 m tieferliegenden Kratergrund, auf
Vulcanela, Lipari, Panarea und Stromboli. Man kann schnell durch die heissen
Schwefelwolken hindurchgehen, sollte jedoch nichts von den ätzenden Dämpfen
einatmen.
Wanderung auf den Gran Cratere
Hauptattraktion eines jeden Vulocanobesuchs ist natürlich
das Erklettern des fast vierhundert Meter hohen Gran Cratere. Wer nicht wirklich
gut bei Fuss ist, sollte das Unternehmen lieber lassen. Der Aufstieg ist nicht
einfach, doch bei weitem nicht so anspruchsvoll wie die Strombolibesteigung.
Der reguläre Weg führt zunächst zwischen Farnen hindurch. Erst nach etwa
einem Drittel der Strecke wendet sich der Weg wirklich hinüber zum Vulaknhang,
und von da an beginnt dann der eigentliche Aufstieg. Wer den Aufstieg gemütlich
angeht, braucht dafür etwa eine Stunde. Aber wer einmal oben ist, will sicher
auch den Krater umrunden, dazu benötigt man nochmals ca. 20 Minuten. Am schönsten
ist die Besteigung in der Dämmerung, so dass man den Sonnenuntergang durch die
Schwefeldämpfe hindurch geniessen kann. Das Farbenspiel auf dem gelben Gestein
ist einfach herrlich.
Die Schwefeldämpfe sind - bei zu langem Einatmen - gefährlich.
Vor allem Astmatiker sollten nicht in die Nähe der Dämpfe gehen. Um sich vor
den Dämpfen zu schützen, können Sie ein im Wasser getränktes Stofftuch (z.B.
T-Shirt) vor Mund und Nase halten. Das Wasser vermag den Schwefel einigermassen
zu binden. Sie können auch in Wasser getränkte Staubmasken verwenden
Wanderung auf der Halbinsel Vulcanello
Hier handelt es sich um einen leichteren Spaziergang, als
beim vorangehenden. Der ist Berg nur 123m hoch, der Weg ist fast eben und zieht
sich auch nicht am nackten Fels, sondern zum grössten Teil unter Büschen, also
im Schatten hin. Vom Isthmus (der Verbindung zwischen Vulcano und Vulcanello)
aus, braucht man ca. 40 Minuten, bis man am Krater steht. Wer nach dem
Kraterbesuch noch Lust hat, die Exkursion etwas auszudehnen, kann nun in den
Osten des Vulcanellos wandern und dort die "Valle dei mostri" besuchen,
das Tal der Ungeheuer. Beeindruckend sind hier die vom Wind und Regen
ausgewaschenen Lavaformierungen zwischen dem feinen, schwarzen Sand.